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Edisonsockel

(Quelle: Wikipedia)

Die Form und die Bezeichnung des in Europa üblichen Edisongewindes als Sockel für Glühlampen geht auf Thomas Alves Edison zurück. Die Abmessungen des Edisongewindes sind nach DIN 40400 und auch in der IEC 60238:1998 genormt. Übliche Edisongewinde nach DIN 40400 sind in der nachfolgenden Tabelle zu sehen, eine andere Übersicht der Edisongewinde findet sich unter:

Übliche Edisongewinde nach DIN 40400
Gewindekennung englische Bezeichnung (Abkürzung) Ø außen in mm Ø Kernloch in mm Steigung in mm Verwendung
E5,5 Lilliput Edison Screw (LES) 5,5 4,9 1,00 Kleinsignallampen und Lämpchen im Modellbau (Niedervolt)
E10 Miniature Edison Screw (MES) 10,0 8,8 1,81 Taschenlampen und Signallampen (Niedervolt), Skalenlampen in Röhrenempfängern und Glimmlampen (230 V)
E11 mini-Candelabra 11,0      
E12 Candelabra Edison Screw (CES) 12,0 10,0 2,50 Nachtlichter
E14   14,0 12,5 2,82 Kerzenlampen bis 60 W, heute (ab ca. 2000) auch für normale Glüh- und Energiesparlampen bis 40 Watt (230 V);
Schraubsicherungen  (Neozed, 2 bis 16 A)
E16   16,0 14,7 2,50 Schraubsicherungen:  (DI, 2 bis 25 A) und  (2 bis 20 A)
E18 E17: Small Edison Screw (SES) 18,0 17,0 3,00 Schraubsicherungen  (Neozed, 20 bis 63 A)
E27 E26: (Medium) Edison Screw (ES) 27,0 24,5 3,62 Gebräuchlichste Fassung für 230-V-Glühlampen (siehe Abbildung), im Bereich bis 40 Watt teilweise durch das E14-Gewinde verdrängt;
Schraubsicherungen  (Diazed, 2 bis 25 A)
E33   33,0 30,8 4,23 Schraubsicherungen  (Diazed, 35 bis 63 A)
E40 Giant Edison Screw (GES) 40,0 36,3 6,35 Glühlampen mit mehr als 200 W Leistungsaufnahme (230 V), beispielsweise in Straßenlaternen und (älteren) Theater- und Filmscheinwerfern;
Schraubsicherungen  (Diazed, 80 und 100 A), alte Bauform („Grobgewinde“, später mit Rohrgewind G 1¼″)

Stecksockel (G) und Hülsensockel (S)

Stecksockel für Kompaktleuchtstofflampen mit in das Leuchtmittel integriertem Starter verfügen über zwei Stifte. Zwischen den beiden Kontakten am Sockel befindet sich ein länglicher, quaderförmiger Block aus Kunststoff, der den Starter (Glimmzünder mit Entstörkondensator) enthält. Die Leuchte, in die dieses Leuchtmittel eingesteckt wird, benötigt für den Betrieb ein konventionelles Vorschaltgerät (eine 50-Hz-Drosselspule). Der Starter ist im Leuchtmittel integriert und wird bei jedem Wechsel mit ausgetauscht. Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) können bei diesen Lampen zu Startproblemen führen.

Stecksockel für Kompaktleuchtstoffröhren ohne in das Leuchtmittel integriertem Starter verfügen über vier Stifte. Diese Version enthält keinen Starter, sondern nur die Leuchtstofflampe selbst. Alle vier Heizdraht- beziehungsweise Kathodenanschlüsse sind herausgeführt. Sie ist schaltungstechnisch äquivalent zu großen röhrenförmigen Leuchtstofflampen. Der Sockel ist relativ kurz und daher kompakt. Die für diese Lampen geeigneten Leuchten können entweder mit elektronischen oder mit konventionellen Vorschaltgeräten ausgestattet sein. Hülsensockel werden für Linienlampen verwendet.

Typ IEC-Norm Stift-Abstand (mm) Stift-Anzahl Auch bekannt als Anmerkung
G23 IEC 60061-1 7004-69 23 2 S meist 5, 7, 9 oder 11 Watt
GX23 IEC 60061-1 7004-86 23 2    
G24d   24 2 D Varianten: -1, -2, -3
G24g   24 2    
GX24d   24 2 T PLUS  
GX24q   24 4 T/E PLUS  
2G11 IEC 60061-1 7004-82 11 4 L  
2G7 IEC 60061-1 7004-102 7 4 S/E  
2GX7 IEC 60061-1 7004-103 7 4    
2G10 IEC 60061-1 7004-118 10 4 F  
GR8 IEC 60061-1 7004-68 8 2    
GR10q IEC 60061-1 7004-77 10 4    
GRY10q-3   10 4    
GRZ10d IEC 60061-2 7004-131 10 2    
GRZ10t IEC 60061-2 7004-132 10      
GR14q-1     4 T/E HE  
GX53 IEC 60061-1 7004-142 53 2   ohne Vorschaltgerät
S14s IEC 7004-112 44 od. 94 2   Hülsensockel für Linienlampen
S14d IEC 7004-112   1   Hülsensockel für Linienlampen

Röhrensockel

Der Röhrendurchmesser von Leuchtstofflampen ist in DIN EN 60061:2012-07 standardisiert. Die Zahl nach dem Buchstaben „T“ (für „tube“, engl. Röhre) steht dabei für den Durchmesser in Achtel Zoll (1/8⋅25,4 mm = 3,175 mm). Eine T5-Röhre hat beispielsweise einen Durchmesser von 5/8 Zoll, das entspricht etwa 16 mm. Die Stiftabstände der Sockel an beiden Enden der geraden Bauformen sind ebenfalls genormt. Für unterschiedliche Röhrendurchmesser kommen hierbei zum Teil identische Sockel zum Einsatz. Dadurch passen T8-Lampen in die Fassungen der älteren T12-Lampen und können diese ersetzen. Die Entwicklung begann mit T12-Lampen und geht hin zu schlankeren Lampen, die mit weniger Material entsprechend weniger Volumen bei Transport, Lagerung und Einbau benötigen und dabei eine höhere Lichtausbeute pro Watt erzielen. Üblich sind heute T8 und T5 (diese in zwei Arten: hoher Lichtstrom oder hohe Effizient) sowie T4 in schmalen Lichtleisten, etwa in Regalen.

Die Lampen werden meist durch axiales Drehen in eine beliebige Richtung elektrisch getrennt. An manchen Sockeln sind kleine Markierungen eingeprägt, deren Lage gegenüber dem äußeren Schlitz der Fassung „Lampe frei“ signalisiert. In den größeren Fassungen G13 dreht dabei jedes rotierende Stiftepaar eine geschlitzte Scheibe ca. 90° mit. Auch lässt sich die Position „frei“ per Hand finden. Lange Lampen, die nach unten oder zur Seite entnommen werden sollen, sind beidhändig zu führen. Dabei brechen die Lampen bereits bei mäßiger Seitenkraft auf die Röhrenmitte. Die kleinere Fassung G5 weist einen „Y“-förmigen Schlitz auf. Ab ca. 60° Drehung lässt sich das Stiftepaar aus dem „Y“ fädeln.

Manche Fassung ist jedoch gegen Federkraft axial von einem Röhrenende wegzuklappen oder aus einer Rastposition wegzuziehen. In Werbedisplays werden Lampen oft von Kunststoffclips oder Drahtfederbügeln gehalten, lose verdrahtete Steckfassungen halten nur mit der Federkraft der Kontakte. All diese Fassungen haben Löcher für die Stifte und benötigen axial etwas Bewegungsraum.

Sockel G5 G13
Stiftabstand 5 mm 12,7 mm
Stiftdurchmesser   2.35 mm
Lampentyp T4 T5 T8, T12
Durchmesser 12,1 mm 15,9 mm 25,4 mm, 38,1 mm
Leistung in W 16 20 24 30 8 14 24 21 39 28 54 35 49 80 18 30 36 58 70
Länge in mm 454 552 641 751 288 549 849 1149 1449 589,8 895 1199,4 1500 1800


Stiftsockel

Die Bipin-Fuß-Normierung (englisch Two pin, bipin cap of bipin socket) ist Standard bei Lampensockeln für  Halogenlampen und gehört zur IEC-Normierung. Dieser Lampensockel wurde 1892 von George Westinghouse für die im Jahr 1893 in Chicago stattgefundene Weltausstellung WCE entwickelt. Der Grund für die Entwicklung war die Vermeidung von Lizenzproblemen mit dem von Edision patentierten Edisonsockel.

Bei kleineren Ausführungen, bei denen die Stifte dichter zusammenstehen, spricht man auch von Mini-Bipin. Der Buchstabe „U“ steht hier für eine Ausführung mit mechanischem Halt der Lampe im Fassungssystem. Der Lampensockel hat hierbei zwei Quernuten im Glas, in die eine fassungsseitig eingebaute Feder beidseitig einrasten kann.

Die Pins sind parallele Stifte aus Metall, das auch bei höheren Temperaturen kaum korrodiert um kontaktsicher zu bleiben. Jeder Stift ist am freistehenden Ende abgerundet oder fast zugespitzt, um das Eindringen zwischen die geschlossenen Schenkel des „U“ der Kontaktfeder in der Fassung zu erleichtern. Die Pins sind im Glassockel in bestimmtem Mitte-Mitte-Abstand eingeschmolzen, über Punktschweißung folgen nach innen kleine Blechstreifen (welche die Gasdichtheit gewähren) und die Enden des in der Mitte gewendelten Glühfadens aus Wolfram.

Typ IEC Pin-Abstand Pin-Durchmesser Bemerkung
G4 IEC 60061-1 (7004-72) 4,0 mm 0,65–0,75 mm Niedervoltlampen mit 5…50 W
GU4 IEC 60061-1 (7004-108) 4,0 mm 0,95–1,05 mm  
GY4 IEC 60061-1 (7004-72A) 4,0 mm 0,65–0,75 mm  
GZ4 IEC 60061-1 (7004-64) 4,0 mm 0,95–1,05 mm  
G5 IEC 60061-1 (7004-52-5) 5,0 mm    
G5.3 IEC 60061-1 (7004-73) 5,33 mm 1,47–1,65 mm  
G5.3–4.8 IEC 60061-1 (7004-126-1)      
GU5.3 IEC 60061-1 (7004-109) 5,33 mm 1,45–1,6 mm  
GX5.3 IEC 60061-1 (7004-73A) 5,33 mm 1,45–1,6 mm  
GY5.3 IEC 60061-1 (7004-73B) 5,33 mm 0,95–1,05 mm  
G6.35 IEC 60061-1 (7004-59) 6,35 mm 0,95–1,05 mm  
GX6.35 IEC 60061-1 (7004-59) 6,35 mm 0,95–1,05 mm  
GY6.35 IEC 60061-1 (7004-59) 6,35 mm 1,2–1,3 mm Niedervoltlampen ab 35 W
GZ6.35 IEC 60061-1 (7004-59A) 6,35 mm 0,95–1,05 mm  
G8.5 IEC 60061-1 (7004-122) 8,5 mm 0,95–1,05 mm  
G9 IEC 60061-1 (7004-129) 9,0 mm Hochvoltlampen ohne Reflektor
GU10 IEC 60061-1 (7004-121) 10 mm 5 mm am Ende Drehverriegelung, Hochvoltreflektorlampen (230 V)
GZ10 IEC 60061-1 (7004-120) 10 mm 5 mm am Ende Drehverriegelung
G12   12 mm 2 mm Stecksockel
G38   38 mm 11,1 mm Stecksockel